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27.02.2017 08:30 Bereich: Neuigkeiten

Gefrorener Käse & heißer Kaffee

Wo können wir Energie sparen? Das wollen drei Studenten einer WG in der Tannenbergstraße von Stadtwerke-Energieberater Hans-Jürgen Heinz wissen.
Berater Hans-Jürgen Heinz in der Energiespar-WG
Berater Hans-Jürgen Heinz in der Energiespar-WG

"In unserer Wohnung gibt es ganz sicher den einen oder anderen Energiefresser", vermutet Vincent, der vor allem die beiden Kühlschränke seiner Wohngemeinschaft in Verdacht hat. Zu Recht, meint Hans-Jürgen Heinz von den Stadtwerken. "Heizen oder Kühlen braucht die meiste Energie." Das Problem des Kühlschranks: "Das Gefrierfach vereist sehr schnell", sagt Vincent, Lehramtsstudent für die Fächer Sport und Wirtschaft. Hans-Jürgen Heinz warnt vor einem Teufelskreis: "Wenn das Gefrierfach vereist, kann es passieren, dass die Tür nicht mehr richtig schließt. Dann strömt wärmere Luft hinein, der Kühlschrank muss mehr arbeiten und der Stromverbrauch steigt. Deshalb sollte man den Kühlschrank regelmäßig abtauen und darauf achten, dass er nicht zu kalt eingestellt und die Türdichtung intakt ist." Das leuchtet dem 28-Jährigen ein: "Ich glaube, er ist grundsätzlich zu kalt eingestellt, sogar mein Käse war neulich gefroren - das ändern wir."

Standby ade

Die 24-jährige Julia mag die Lichterkette in der Küche. Aber was abends für stimmungsvolles Licht sorgt, kostet viel Strom. "Hier könnt ihr sparen, wenn ihr auf LEDs umsteigt", sagt Hans-Jürgen Heinz. In ihrem Zimmer setzt die Medienkultur und Medienwirtschafts-Studentin bereits auf Energiesparlampen. Also alles super? "Na ja", sagt sie. "Ich müsste meine Steckdosenleiste ausmachen, wenn ich nicht da bin." Die Leiste liege jedoch unter ihrem Bett - denkbar schwierig, hier ranzukommen. Hans-Jürgen Heinz empfiehlt: "Am besten, du legst die Leiste auf oder neben den Schreibtisch. So hast du sie im Blick und wirst immer daran erinnert sie ein- und auszuschalten. Das reduziert den Standby-Verbrauch."

Richtig Heizen

"In unserer WG habe ich den Bio-Ruf. Was übrig bleibt, muss ich essen", sagt Julian und lacht. Auch das Energiesparen spiele für ihn eine große Rolle: "Als ich eingezogen bin, war es in meinem Zimmer andauernd warm", erzählt der 27-jährige Student der Volkswirtschaftslehre. Deswegen habe ich mich bestimmt eine Stunde mit dem elektronischen Heizungsregler in meinem Zimmer beschäftigt." Das sei gut, sagt Hans-Jürgen Heinz, denn über die Heizung lasse sich viel Energie sparen. "Gerade, wenn man sich mit den Thermostaten auseinandersetzt, wie Julian das macht." Wichtig sei vor allem, dass Heizkörper und Thermostate nicht hinter Möbeln oder Vorhängen verschwinden.

Effizienter warm halten

Auch in der Küche ist Julian heimlichen Energieverschwendern auf der Spur: "Die Uni beginnt für uns teilweise zu sehr unterschiedlichen Zeiten, weswegen eigentlich den ganzen Vormittag Kaffee da ist, den die Maschine warm hält. Wenn dann nur noch ein kleiner Rest drin ist, schalte ich sie oft aus." Das sei ein gutes Thema, ergänzt der Energie-Experte der Stadtwerke Bayreuth, weil es viele WG-Bewohner betreffe. "Am besten, ihr füllt den heißen Kaffee in eine Thermoskanne, denn die verbraucht überhaupt keinen Strom."

Energiespar-Tipps unseres Experten:

  • Kühlgeräte: Den Kühlschrank nicht zu kalt einstellen und etwas Abstand zur Wand lassen
  • Licht: LEDs verwenden - auch bei Lichterketten
  • Standby: Abschaltbare Steckdosenleisten verwenden
  • Heizen: Heizkörper und Thermostate nicht durch Möbel und Vorhänge abdecken

Dieser Text ist in unserem Kundenmagazin erschienen.