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10.08.2017 08:12 Bereich: Neuigkeiten

Gesichter der Stadtwerke: Sven Fischer

Wer arbeitet eigentlich bei den Stadtwerken Bayreuth? Zum Beispiel der 27-jährige Sven Fischer – in der Buswerkstatt. Worum er sich genau kümmert, und was er in seiner Freizeit macht, erzählt er hier.

Herr Fischer, wie würden Sie einem Kind erklären, was Sie bei den Stadtwerken machen?

Sven Fischer: Die meiste Zeit verbringe ich am PC. Ich bin zuständig für die Computer in den Bussen, die wir Bordrechner nennen. Sie sorgen dafür, dass alle Infos bei den Fahrgästen ankommen. Sie kommunizieren zum Beispiel mit den Zielanzeigen, den TFT-Monitoren oder Ticketentwertern in den Bussen. Außerdem steuern sie die Haltestellenansagen.

Was fasziniert Sie an Ihrem Beruf?

Interessant ist, dass das IT-System für unsere Busse speziell auf uns zugeschnitten ist. Das Zusammenspiel des Bordrechners mit den verschiedenen Komponenten ist komplex. Aber das macht schließlich auch den Reiz der Aufgaben aus. Herausforderungen bei der täglichen Arbeit sind für mich ein großer Ansporn.

Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen?

Die Leidenschaft für Autos und Technik war schon immer da. Deswegen habe ich 2006 eine Ausbildung zum Mechatroniker gemacht und 2013 bei den Stadtwerken Bayreuth angefangen. Dort bin ich in meine jetzige Aufgabe hineingewachsen Weiterbildung ist mir wichtig. Deswegen bin ich in den vergangenen Jahren zur Meisterschule gegangen und darf mich seit 2016 Kfz-Techniker-Meister nennen.

Sitzen Sie eigentlich manchmal selbst hinterm Steuer eines Stadtwerke-Busses?

Zu den Stoßzeiten im Schulbusverkehr fahre ich selbst wie auch die anderen Kollegen in unserer Werkstatt. Ich finde, Busfahren ist ein sehr fordernder Job, aber es ist es eine willkommene Abwechslung, mal den einen oder anderen Tag zu fahren.

Haben Sie eine Lieblingslinie in Bayreuth?

Am schönsten sind die Strecken, bei denen man ein bisschen aus der Stadt rauskommt. Zum Beispiel die Linien in Richtung Friedrichsthal oder Seulbitz.

Ihr erster Weg an einem Montagmorgen…?

Unter der Woche fangen wir in der Buswerkstatt um vier Uhr an. Wenn ich Frühschicht habe, heißt das für mich: Der Wecker klingelt um 3:15 Uhr also mitten in der Nacht. Eine Tasse Kaffee ist da schon Pflicht, damit man in die Gänge kommt. Dann heißt es, die Busse vorbereiten und kontrollieren, ob alle Busfahrer da sind. Wenn einer krank ist oder verschlafen hat, dann springen wir schon mal ein.

Haben Sie einen Lieblingsort in Bayreuth oder der Region?

In Bayreuth gibt’s überall schöne Flecken. Ich wohne oben am Siegesturm und finde die Ecke sehr schön. Auch unser Umland ist toll: Die Fränkische Schweiz oder das Fichtelgebirge. Am Ochsenkopf gehe ich gerne Skifahren und im Sommer sind wir dort auch ab und an zum Mountainbiken.

Was bringt Sie zum Lachen?

(lacht) Eigentlich recht viel. Unsere Arbeit erfordert viel Konzentration, aber natürlich bleibt der Spaß dabei auch nicht auf der Strecke. Bei uns in der Werkstatt geht es einfach kameradschaftlich zu.

Was machen Sie, wenn Sie sich gerade nicht um die Busse der Stadtwerke kümmern?

Ich bin ehrenamtlich beim THW. Wir helfen der Polizei und der Feuerwehr bei Unfällen mit der Ausleuchtung und der Verkehrssicherung. Außerdem werden wir beispielsweise zu Hochwassereinsätzen gerufen. Natürlich haben wir beim THW jemanden, der sich um die Fahrzeuge kümmert, aber ich helfe schon mal, wenn es hier und da was zu reparieren gibt.

Dieses Inverview ist in der Frühjahrsausgabe unseres Magazins "Für mein Leben" erschienen.