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20.12.2016 10:07 Bereich: Pressemeldungen

Stadtwerke beugen Stromausfällen im Umland vor

Auf die Stromausfälle im Bayreuther Umland reagieren die Stadtwerke Bayreuth mit einer 800.000 Euro teuren Investition. Insgesamt tauscht das Unternehmen 1.600 Meter Stromkabel und modernisiert zwei Schaltstationen. Das große Ziel: Die Versorgungsqualität verbessern.

Mehrmals ist in den vergangenen eineinhalb Jahren der Strom im Bayreuther Umland ausgefallen. „Diese Häufung kam für uns überraschend, da es in diesem Bereich in den vergangenen Jahren kaum Probleme gab“, sagt Guido Müller, Leiter Netzservice bei den Stadtwerken Bayreuth. „Für die Betroffenen und für die Stadtwerke waren die Stromausfälle natürlich ärgerlich.“ Die Stadtwerke Bayreuth haben die Schadensfälle im Detail untersucht und investieren nun 800.000 Euro, um die Versorgungsqualität zu verbessern. Rund 1.600 Meter Stromkabel werden erneuert und zwei Schaltstationen, in denen der Strom aus dem vorgelagerten Bayernwerk-Netz ankommt, mit zusätzlichen Schutzgeräten und Leistungsschaltern versehen. „Das hat den entscheidenden Vorteil, dass der Strom im Störungsfall nicht im gesamten Netzgebiet ausfällt“, erklärt Guido Müller. „Außerdem können wir dadurch schneller herausfinden, wo die eigentliche Störungsursache liegt.“

Ursachen für Stromausfälle sind vielfältig

All das führe dazu, dass es künftig in den betroffenen Gemeinden Heinersreuth, Eckersdorf, Mistelgau, Mistelbach und Gesees deutlich weniger Stromausfälle geben wird. Gänzlich verhindern lassen sich Ausfälle allerdings nicht, sagt Müller: „Beispielsweise können wir nichts dagegen tun, wenn ein Baum durch einen Sturm in eine unserer Freileitungen fällt – auch wenn wir sie regelmäßig begutachten und Äste, die den Leitungen zu nahe kommen, absägen lassen.“ Auch ein Stein, der im Erdreich die Isolierung eines Kabels beschädigt, lasse sich nicht verhindern.

Mit den Bauarbeiten für die Verbesserung der Stromversorgung im Bayreuther Umland haben die Stadtwerke Bayreuth bereits begonnen. „Los ging es bei Gesees, wo wir knapp 500 Meter Mittelspannungskabel erneuert haben“, erzählt Guido Müller. Die restlichen Arbeiten folgen in den kommenden Monaten. Er rechnet damit, dass diese voraussichtlich Mitte des kommenden Jahres abgeschlossen sein werden. „Natürlich wollen wir so schnell wie möglich fertig sein. Wie schnell wir sein können, hängt auch davon ab, ob wir im Winter mit den Erdarbeiten voran kommen.“

6 Millionen Euro in das Stromnetz investiert

Diese Maßnahmen werden der Versorgungssicherheit zugutekommen. „Diese ist als Stromversorger unser höchstes Gut“, betont Guido Müller. Und auch wenn die Stromausfälle im Umland anderes vermuten lassen, schneiden die Stadtwerke Bayreuth in diesem Bereich „wirklich sehr gut“ ab. Der so genannte System-Average-Interruption-Duration-Index (SAIDI) zeigt, wie lange die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung pro Letztverbraucher und Jahr dauert. Im Bundesdurchschnitt musste jeder Verbraucher im vergangenen Jahr rund 12,7 Minuten auf Strom verzichten. Im Netz der Stadtwerke waren es lediglich rund 3,7 Minuten. „Unsere Investitionen in unser Netz tragen dazu bei, dass unser Wert auf einem ähnlich guten Level bleibt“, erklärt Müller. Hierfür haben die Stadtwerke Bayreuth zwischen den Jahren 2011 und 2015 mehr als 6 Millionen Euro in deren Stromnetz investiert.

Das Stromnetz der Stadtwerke Bayreuth

Neben dem Bayreuther Stadtgebiet gehören auch die Gemeinden Haag, Gesees, Mistelbach, Mistelgau, Eckersdorf und Heinersreuth zum Stromnetzgebiet der Stadtwerke Bayreuth. Insgesamt betreut das Unternehmen Kabel und Freileitungen auf einer Länge von rund 1.700 Kilometern. Über dieses Netz verteilen die Stadtwerke Strom an rund 55.000 Verbrauchsstellen.