Smart Home und Smart Meter der Stadtwerke Bayreuth

Auf dem Weg zum Stromnetz der Zukunft

Smart Meter - intelligente Zähler

Hier erfahren Sie alles Wissenswerte rund um die Umstellung auf die neue Zählertechnik.

Ab Mitte 2018 bauen wir in unserem Netzgebiet schrittweise neue digitale Stromzähler ein.

Warum werden die alten Zähler ersetzt?

Die neuen elektronischen Zähler sind ein wichtiger Baustein der Energiewende.

Zentrale Aufgabe der Stromversorgung ist es, jedem Kunden jederzeit Strom in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen. Dabei muss das Gleichgewicht zwischen Einspeisung und Verbrauch gewahrt werden, sonst funktioniert das Stromnetz nicht. 

Die wachsenden Anteile erneuerbarer Energien und dezentraler Erzeugung machen diese Aufgabe schwieriger, denn sie verlangen eine flexible Verknüpfung von Erzeugung und Verbrauch. Um diese Herausforderung meistern zu können, muss unser Stromnetz intelligenter werden. Die neue Zählertechnik ist die Basis dafür.

Der Gesetzgeber verlangt deshalb, dass bis Ende 2032 in allen deutschen Haushalten und Gewerbebetrieben die neuen elektronischen Zähler eingebaut werden. Grundlage ist das Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG), welches im September 2016 zusammen mit dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende in Kraft getreten ist.

Wie funktionieren die neuen elektronischen Zähler?

Smart Meter: Schaubild intelligentes Messsystem

Es gibt zwei Arten von elektronischen Zählern:

Moderne Messeinrichtung

Moderne Messeinrichtungen sind digitale (= elektronische) Stromzähler.

Diese Messgeräte speichern Zählerstände, senden die Daten aber nicht nach außen. Die Zählerstände, zum Beispiel für die Verbrauchsabrechnung, werden wie bisher vor Ort am Zähler abgelesen.

Die moderne Messeinrichtung kann nachträglich durch den Anschluss an eine Kommunikationseinheit (Gateway) zu einem intelligenten Messsystem ausgebaut werden.

Intelligentes Messsystem 

Wenn eine moderne Messeinrichtung an eine Kommunikationseinheit (= Gateway) angebunden wird, spricht man von einem intelligenten Messsystem (= Smart Meter).

Das Gateway übermittelt die Zählerstände automatisch und sicher an die zuständigen Stellen.

Damit entfällt die Ablesung vor Ort.

An ein Gateway können mehrere moderne Messeinrichtungen angeschlossen werden.

Häufige Fragen zu den neuen Zählern

Die moderne Messeinrichtung erfasst den Energieverbrauch und die Nutzungszeit.

Am digitalen Display können außer dem aktuellen Zählerstand auch die Momentanleistung sowie die tages-, wochen-, monats- und jahresbezogenen Verbrauchswerte der letzten 24 Monate abgelesen werden.

Moderne Messeinrichtungen versenden (anders als intelligente Messsysteme) keine Daten, sie können nicht fernausgelesen werden. Der Zählerstand, zum Beispiel für die Abrechnung, wird wie bisher manuell vor Ort am Zähler abgelesen.

Ein intelligentes Messsystem ist eine moderne Messeinrichtung, die um eine Kommunikationseinheit, das sogenannte Gateway, erweitert ist.

Das Gateway ist die „intelligente“ Schnittstelle zum Stromnetz. Es verwaltet Zugriffsrechte, verarbeitet die Messwerte und überträgt sie automatisch, direkt und sicher an den Energielieferanten, den Netzbetreiber, den Messstellenbetreiber und gegebenenfalls weitere vom Kunden autorisierte Stellen.

Moderne Messeinrichtungen machen den Energieverbrauch transparenter. Sie können damit herauszufinden, wann viel Energie verbraucht wird und Ihr Verbrauchsverhalten ändern, um die Stromkosten zu senken.

Mit dem intelligenten Messsystem entfällt die Ablesung vor Ort und auch Schätzungen bei fehlenden Zählerständen gehören der Vergangenheit an.

Zukünftig werden es die intelligenten Messsysteme ermöglichen, Lastgänge zu visualisieren sowie schaltbare Verbraucher (beispielsweise Elektroautos), Erzeuger und Speicher flexibel zu nutzen und so die Haustechnik auf Basis von Energieverbräuchen und -preisen zu automatisieren (Smart Home). Zum Beispiel: Die Spülmaschine schaltet sich automatisch ein oder das Elektroauto lädt automatisch auf, wenn der Strom günstig ist.

Welcher Zähler bei Ihnen eingebaut wird, hängt von Ihrem Verbrauch bzw. Ihrer Erzeugungsleistung ab.

Kunden mit einem Jahresverbrauch bis 6.000 Kilowattstunden oder Erzeuger mit einer installierten Leistung bis 7 Kilowatt erhalten eine moderne Messeinrichtung.

Intelligente Messsysteme kommen voraussichtlich ab 2019 und zuerst bei Verbrauchern mit einem Jahresverbrauch über 10.000 Kilowattstunden und Erzeuger mit einer installierten Leistung über 7 Kilowatt zum Einsatz. Ab 2020 ist der Einbau von intelligenten Messsystemen auch bei Kunden mit einem Jahresverbrauch zwischen 6.000 und 10.000 Kilowattstunden verpflichtend.

Bemessungsgrundlage ist der durchschnittliche Verbrauch der letzten drei Jahre.

Innerhalb dieser vom Gesetzgeber definierten Verbrauchsgruppen bestimmt der Messstellenbetreiber, welcher Zähler wann getauscht wird. Hierfür können verschiedene Kriterien ausschlaggebend sein. Wenn zum Beispiel die Eichfrist des alten Zählers abläuft, ist der Messstellenbetreiber verpflichtet, einen neuen elektronischen Zähler einzubauen.

Wir werden Ihnen den Einbau des neuen elektronischen Zählers spätestens drei Monate vorher schriftlich ankündigen.

In der Regel ist der Betreiber des lokalen Energieversorgungsnetzes der grundzuständige Messstellenbetreiber.

Er ist für den Betrieb, die Wartung, den Wechsel und die Ablesung der modernen Messeinrichtung verantwortlich, solange sich der Kunde nicht für einen anderen Messstellenbetreiber entscheidet. Nach § 5 und § 6 des Messstellenbetriebsgesetzes kann der Kunde seinen Messstellenbetreiber frei wählen.

Verpflichtend sieht der Gesetzgeber die modernen Messeinrichtungen oder intelligenten Messsysteme zunächst nur für Strom vor.

Zukünftig wird aber auch die Einbindung von Gas-, Wasser- und Fernwärmezählern in das Gateway möglich sein.

Wie läuft der Zählerwechsel ab?

Ab Mitte 2018 bauen wir schrittweise überall moderne Messeinrichtungen ein. Voraussichtlich 2019 beginnen wir mit dem Einbau der intelligenten Messsysteme. So geht's weiter:

    Wir melden uns etwa drei Monate vor dem Zähleraustausch schriftlich bei Ihnen. 

    14 Tage vor dem Zählerwechsel vereinbaren wir zusammen einen konkreten Termin.

    Der Zähleraustausch bei Ihnen Zuhause wird nur ca. 30 - 60 Minuten dauern.

    Ihnen entstehen keine Extrakosten für den Einbau. 

Häufige Fragen zum Zählerwechsel

Der Ausbau des alten Zählers und der Einbau des neuen elektronischen Zählers sind ebenso wie Betrieb, Wartung, Ablesung und künftige Zählerwechsel im Entgelt für den Messstellenbetrieb enthalten. Das heißt, der Zählerwechsel kostet für Sie nichts extra.

Das Entgelt für den Messstellenbetrieb mit der modernen Messeinrichtung liegt geringfügig über dem Preis für die Messung mit dem alten Zähler.

Aber keine Sorge: Wenn Sie Ihren Strom von den Stadtwerken Bayreuth beziehen, sind die Kosten für den Messstellenbetrieb wie gewohnt im Strompreis enthalten, egal wer Ihr Messstellenbetreiber ist. Und der Strompreis ändert sich durch den neuen Zähler trotz der Mehrkosten nicht. Wie gehabt erhalten Sie einmal jährlich Ihre Verbrauchsabrechnung, die alle Kosten beinhaltet.

Wenn Sie von einem anderen Stromversorger beliefert werden, kann es sein, dass Sie eine separate Rechnung über den Messstellenbetrieb erhalten, denn der Lieferant ist bei den neuen Zählern nach dem Messstellenbetriebsgesetz nicht mehr dazu verpflichtet, die Abrechnung der Messentgelte durchzuführen. Bitte erkundigen Sie sich dazu bei Ihrem Stromlieferanten.

Nein, Sie müssen nichts vorbereiten. Bitte sorgen Sie nur dafür, dass:

  • eine verantwortliche volljährige Person zu Hause ist, um den Installateur hereinzulassen und
  • Ihr bisheriger Zähler für den Installateur frei zugänglich ist. Falls es schwer wird, an Ihren Zähler heranzukommen, informieren Sie uns bitte bei der Terminabsprache.

Wir empfehlen Ihnen, vor dem Zählerwechsel alle empfindlichen Elektrogeräte, wie z. B. Computer, Fernseher oder Router, vom Netz zu trennen.

Ja, der Strom muss für ein paar Minuten unterbrochen werden.

Wir werden beim Einbau des neuen Messgerätes den Zählerplatz gleich so umrüsten, dass künftig der Strom beim Zählerwechsel nicht mehr unterbrochen werden muss. Diese Umrüstung ist für Sie kostenfrei.

Nein, der Einbau ist gesetzlich vorgeschrieben.

Wenn einmal eine moderne Messeinrichtung oder ein intelligentes Messsystem eingebaut ist, darf es auch nicht wieder durch eine konventionelle Messeinrichtung ersetzt werden.

Werden meine Daten ausreichend geschützt?

Der Schutz Ihrer Daten ist uns sehr wichtig. Wir halten uns strikt an die Regeln des Bundesdatenschutzgesetzes und an die Vorgaben des Messstellenbetriebsgesetzes. Dies gilt auch für alle beteiligten Unternehmen.

Alle neuen Zähler sind vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zertifiziert und zugelassen. Damit sind sie vor dem Zugriff unberechtigter Dritter bestmöglich geschützt. Der Sicherheitsstandard der neuen Zähler liegt höher als beim Online-Banking. Die im Gerät gespeicherten Verbrauchsdaten sind außerdem PIN-geschützt.

Ihre PIN können Sie bei uns online anfordern. Wir senden Ihnen dann den vierstelligen Zahlencode per Post zu:

PIN anfordern

Häufige Fragen zum Datenschutz

Moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme erheben und speichern ausschließlich Informationen über den Stromverbrauch. Es werden keine persönlichen Informationen gespeichert, die den Anschlussnutzer (Energiekunde) identifizieren könnten, wie Name, Anschrift oder Bankkonto.

Die moderne Messeinrichtung sendet keine Daten nach außen. Die Ablesung der Messwerte erfolgt manuell vor Ort am Zähler.

Bei intelligenten Messsystemen werden die erhobenen Daten automatisch, direkt und sicher über das Gateway ausschließlich an die Berechtigten (Stromlieferant, Netzbetreiber, Messstellenbetreiber und gegebenenfalls weitere vom Kunden autorisierte Stellen) übertragen.

Die Zählerstände werden hochverschlüsselt über eine sichere Internetverbindung übertragen, die der Messstellenbetreiber bereitstellt (zum Beispiel über GPRS). GPRS ist eine funkbasierte Methode zur Datenübertragung über das Mobilfunknetz. Der Kunde muss dafür keinen Internetanschluss bereitstellen. Auch ein eventuell vorhandenes WLAN beim Kunden wird nicht genutzt.

Die gespeicherten Verbrauchswerte können Sie nach Eingabe eines vierstelligen Zahlencodes (PIN) am Zähler ablesen und auch löschen. Bitte fordern Sie bei Bedarf Ihre PIN nach dem Einbau des elektronischen Zählers bei uns an.

Kundencenter Energie & Wasser
  0921 600-777

Bitte geben Sie dabei folgende Daten an:

  • Ihre Kundennummer
  • die Verbrauchsstellennummer
  • die Zählernummer 
  • die Adresse, an die wir die PIN senden sollen

Ihre PIN können Sie bei uns auch online anfordern. Wir senden Ihnen dann den vierstelligen Zahlencode per Post zu:

PIN anfordern

Ohne die PIN ist nur der aktuelle Zählerstand am Zählerdisplay sichtbar. Im Fall einer Zweitarifmessung wird dabei abwechselnd der Zählerstand für den Hochtarif und den Niedertarif angezeigt. Dabei steht die Nummer 1.8.1 für den Hochtarif und die Nummer 1.8.2 für den Niedertarif. Haben Sie eine Erzeugungsanlage (zum Beispiel eine Photovoltaikanlage) ist außerdem die erzeugte bzw. eingespeiste Energie zu sehen.

Bedienungsanleitungen finden Sie im Bereich Netz:

Bedienungsanleitungen Zähler

Die Stadtwerke Bayreuth halten sich strikt an die Regeln des Bundesdatenschutzgesetzes und die Vorgaben des Messstellenbetriebsgesetzes. Das Messstellenbetriebsgesetz regelt mit strengen Vorschriften die Weiterleitung von Daten ausschließlich an berechtigte Stellen (Energielieferant, Netzbetreiber, Messstellenbetreiber und gegebenenfalls weitere vom Kunden autorisierte Stellen). Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung der Messdaten darf nur zur Erfüllung bestimmter, gesetzlich festgelegter Zwecke oder mit Einwilligung des Kunden erfolgen.

Für die Gateways, die bei den intelligenten Messsystemen für die automatische Datenübertragung sorgen, sieht der Gesetzgeber höchste Sicherheitsmaßnahmen vor:

Die Gateways werden vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nach dem sogenannten „BSI-Schutzprofil“ zertifiziert. Der Sicherheitsstandard der Gateways liegt höher als der Standard für das Online-Banking und ist vergleichbar mit dem Sicherheitsstandard des Chips auf dem Personalausweis. Die Gateways dürfen außerdem nur von einem zertifizierten Administrator parametriert werden.

Die Daten werden hochverschlüsselt über eine sichere Internetverbindung übertragen, die der Messstellenbetreiber bereitstellt (zum Beispiel über GPRS).

Zusätzlich werden Datenschutz und Datensicherheit durch den Privacy-by-Design-Ansatz der neuen Technik gewährleistet. „Privacy by Design“ bedeutet, dass die Technik per Definition nur eingeschränkte Funktionen zulässt. So können beispielsweise Messstellenbetreiber nur Absender (zum Beispiel Haushaltskunde) und Empfänger (zum Beispiel Stromlieferant) von Daten erkennen, ihr Inhalt (zum Beispiel Strommenge) ist jedoch verschlüsselt. Der Privacy-by-Design-Ansatz ist mit einem Briefverteilzentrum vergleichbar, bei dem Absender und Empfänger bekannt sind, der Briefinhalt jedoch verschlossen bleibt.


Sie haben noch Fragen?

Kundencenter Energie & Wasser der Stadtwerke Bayreuth
Kundencenter
Energie & Wasser

Mo. bis Do. 8 - 17 Uhr
Fr. 8 - 13 Uhr


An der ZOH
Kanalstraße 19
95444 Bayreuth

Das Wichtigste im Überblick

  • Bis 2032 müssen bundesweit alle bisherigen Zähler durch die neuen elektronischen Zähler ersetzt werden.
  • Die Zähler sollen die Lastflüsse im Netz besser steuerbar machen und Ihnen als Kunde helfen, Strom zu sparen.
  • Sie brauchen nichts zu tun, wir melden uns bei Ihnen.
  • Der Einbau kostet nichts extra.
  • Die Kosten für Betrieb Wartung, Ablesung und Zählerwechsel sind im Entgelt für den Messstellenbetrieb enthalten, das wie gewohnt in unserem Strompreis inkludiert ist.
  • Der Zählerwechsel dauert ca. 30 - 60 Minuten. Der Strom wird dabei kurzfristig unterbrochen.
  • Wir halten uns strikt an die Regeln des Bundesdatenschutzgesetzes und an die Vorgaben des Messstellenbetriebsgesetzes. Dies gilt auch für alle beteiligten Unternehmen.
  • Alle neuen Zähler sind vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zertifiziert und zugelassen. Damit sind sie vor dem Zugriff unberechtigter Dritter bestmöglich geschützt. Der Sicherheitsstandard liegt höher als beim Online-Banking.