Feldsalat-Pesto: Rapunzel auf italienisch

Märchenhaft ist diese Neuinterpretation eines Klassikers. Bei Feldsalat-Pesto kommen Fans italienischer Küche zu jeder Jahreszeit auf ihre Kosten. Fazit: molto gustoso!

Feldsalat ist ein perfekter Begleiter zu herzhaften Herbstmenüs von Braten bis Auflauf, taugt aber durchaus auch zum Star eines herbstlich-mediterranen Hauptgerichts: Feldsalat-Pesto ist einfach zuzubereiten und kitzelt den Gaumen mit seinem herbnussigen Geschmack.

Diese Variante ist besonders in der kalten Jahreszeit ein Genuss, wenn frischer Basilikum nicht zu haben ist, Feldsalat dagegen Hauptsaison hat. Und: Wer einmal hausgemachtes Pesto probiert hat, möchte nie wieder auf Fertigprodukte aus dem Supermarkt zurückgreifen.

Klassisches Pesto Genovese bringt simple Zutaten in perfekter Harmonie auf den Tisch:

Basilikumblätter, eine kleine Knoblauchzehe, Pinienkerne, wahlweise Grana Padano, Parmiggiano Reggiano oder Pecorino, gutes Olivenöl (extra vergine) und eine Prise Meersalz. Nicht umsonst ging dieses Gericht um die Welt und erfreut Italienliebhaber rund um den Globus in immer neuen Variationen. Auch wenn manche Italiener nichts über das Original kommen lassen, kann man Pesto auch aus Auberginen oder Paprika zubereiten.

Wir finden jedenfalls: Feldsalat-Pesto hat auch das Zeug zum Klassiker.

Zutaten

Für 2 Portionen

  • 1oo g Feldsalat
  • 50 g Mandelstifte
  • 40 g Parmesan oder Pecorino
  • 40 ml Olivenöl extra vergine
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 Prise Salz
  • etwas Nudelwasser
  • 260 g Nudeln nach Wahl

Zeit

Ca. 25 Minuten

So schmeckt es besonders gut

Fügen Sie noch etwas gebratenen Speck als Topping hinzu.

Wir wünschen guten Appetit!

Zubereitung

1. Nudelwasser aufsetzen. Feldsalat gründlich in kaltem Wasserbad waschen und abtropfen lassen. Mandelstifte in einer beschichteten Pfanne goldbraun rösten. Die Hälfte des Salats mit einem Sieb kurz im kochenden Salzwasser blanchieren, kalt abschrecken und ausdrücken.

2. Nudeln kochen und Hartkäse hobeln. Zwei Esslöffel der Mandelstifte beiseitestellen. Den ganzen Feldsalat, die übrigen Mandelstifte, Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Hartkäse mit dem Pürierstab oder in der Küchenmaschine zu einer glatten Masse verarbeiten.

3. Dem Pesto nach Belieben etwas Nudelwasser zufügen, bis die gewünschte Sämigkeit erreicht ist. Bissfeste Nudeln abgießen, anrichten und mit Pesto und den übrigen Mandelstiften garnieren.

Unser Tipp

Hausgemachtes Pesto lässt auch als Mitbringsel die Herzen höherschlagen. Besonders schön macht sich eine passende Beschriftung mit Handlettering auf dem Glas. Mit unseren Vorlagen ist das ganz einfach:

 Download: Schablone Pesto-Label (PDF)

 Download: Schablone Handlettering (PDF)


7 FAKTEN

… zum Feldsalat, der viele Namen hat: vom Vogerlsalat bis zum Schafmäulchen.

RAPUNZEL, RAPUNZEL

… lass dein Haar herunter! So heißt es im Märchen der Gebrüder Grimm. Das holde Mädchen hieß nach dem Feldsalat aus dem Garten der benachbarten Zauberin – denn dem konnte Rapunzels Mutter in der Schwangerschaft nicht widerstehen. Das Wort Rapunzel kommt vom italienischen raponzolo und stammt vom lateinischen "Rapa" für Rübe.

GESUND, GESÜNDER, FELDSALAT

Hört, hört: Von allen Salatarten hat Rapunzel den höchsten Vitamingehalt und wartet mit besonders viel Eisen, Betakarotin und Provitamin A auf. Für eine extra Vitaminbombe einfach statt Essig Zitronensaft für das Dressing nehmen: Das Vitamin C hilft dem Körper, mehr Eisen aus dem Salat aufzunehmen.

RUHIG BLUT

Feldsalat zählt erstaunlicherweise botanisch zu den Baldriangewächsen. Die ätherischen Baldrian-Öle sorgen nicht nur für seinen nussigen Geschmack, sie beruhigen auch noch die Nerven.

Feldsalat

LAGERARBEIT

Den Salat vor der Zubereitung am besten in feuchtem Küchenpapier oder einer Papiertüte im Kühlschrank aufbewahren. Plastikverpackungen lassen die feinen Blätter schnell welken und sie können faulen.

NUMMER ZWEI

In Deutschland ist Feldsalat der am zweithäufigsten im Freilandbau kultivierte Salat. Nur Eisbergsalat wird noch öfter angebaut.

LIEBLING DER KALTEN JAHRESZEIT

Feldsalat hat von Oktober bis Dezember Hauptsaison und passt damit ideal zu den verschiedensten Herbstmenüs.

VOM ACKER

Früher hieß Feldsalat oft schlicht Ackersalat, weil er im Winter als Unkraut auf abgeernteten Feldern wuchs. Auch heute noch gedeiht er an Wegrändern oder auf Äckern mit lehmigem Boden.