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Leserbrief: Verzerrtes Bild entstanden

Kürzlich berichtete der Nordbayerische Kurier über die anhaltende Trockenheit und erfragte bei den Stadtwerken Bayreuth die momentane Situation der Trinkwasserversorgung. Darin entstand der Eindruck, die Stadtewerke würden dazu aufrufen, Wasser auch während längerer Trockenperioden zum Gießen zu verwenden. Diesem Bild treten die Stadtwerke in Form eines Leserbriefes entgegen.


Jürgen Bayer, Geschäftsführer Stadtwerke Bayreuth

Im Artikel vom 26. Juli im Nordbayerischen Kurier mit dem Titel "Gießkännchen muss reichen" ist der Eindruck entstanden, die Stadtwerke Bayreuth würden dazu aufrufen, trotz der Trockenheit Trinkwasser auch zum Bewässern von Gärten zu verwenden. Das zeigt auch die Reaktion von Prof. Dr. Stefan Peiffer, der genau dies in einem Leserbrief – auch aus Sicht der Stadtwerke Bayreuth richtigerweise – kritisiert.

Wir bedauern das entstandene Bild sehr, denn wir haben lediglich die Frage des Redakteurs verneint, ob wir offiziell zu Verboten, beispielsweise den Garten mit Trinkwasser zu gießen, aufrufen. Diese Aussage haben wir um den Appell ergänzt, dass dennoch jede und jeder von uns zur nachhaltigen Trinkwasserversorgung beitragen kann, indem man sorgsam mit Trinkwasser umgeht – gerade angesichts der momentanen Trockenheit. Keineswegs also haben wir dazu aufgerufen, dass Wasser guten Gewissens zum Gießen verwendet werden soll. Schließlich ist die sichere Versorgung mit dem Lebensmittel Nummer Eins ein hohes Gut, mit dem die Stadtwerke Bayreuth sehr sensibel umgehen. In der Vergangenheit, heute und auch in Zukunft.

20 Millionen Euro in Trinkwasserversorgung investiert

In diese Zukunft investieren wir regelmäßig: In den vergangenen zehn Jahren haben die Stadtwerke Bayreuth knapp 20 Millionen Euro in die Wasserversorgung gesteckt. Und wir setzen auf mehrere Standbeine: auf Wasser aus unseren Quellfassungen im Fichtelgebirge, auf Trinkwasser von der Fernwasserversorgung Oberfranken und auf Grundwasser aus unseren zwölf Tiefbrunnen. Bei letzteren legen wir Wert auf eine grundwasserschonende Bewirtschaftung. Das heißt, wir fördern jedes Jahr nur eine beschränkte Menge an Trinkwasser. So stellen wir gemeinsam mit dem Wasserwirtschaftsamt sicher, dass der Grundwasserpegel nicht dauerhaft sinkt, sodass wir auch in Zukunft Wasser aus unseren Tiefbrunnen gewinnen können. Das überprüfen wir selbstverständlich. Mit dem Ergebnis, dass die Grundwasserstände in zwei unserer drei Brunnenfelder in den vergangenen Jahren auch ob der achtsamen Bewirtschaftung durch die Stadtwerke Bayreuth deutlich gestiegen sind.

Insofern versichern wir, dass wir zum Wohle der Natur und der Menschen in unserer Region alles tun, was uns möglich ist, um Bayreuth auch in 30 Jahren noch mit Trinkwasser versorgen zu können.

Jürgen Bayer, Geschäftsführer der Stadtwerke Bayreuth