Die Stadtwerke Bayreuth erleichtern ab Montag, 16. März, das Busfahren in Bayreuth. Von diesem Tag an können Fahrgäste tagsüber an allen Türen einsteigen. Dadurch müssen sie ihr Ticket nicht mehr an der vorderen Tür zeigen und geraten dort nicht mehr ins Gedränge. „Wir begegnen durch die neue Regelung zwei Herausforderungen“, erklärt Michael Steinmetz, Leiter des Verkehrsbetriebs bei den Stadtwerken Bayreuth. „Zum einen nutzen immer mehr Fahrgäste unsere Stadtbusse. Im vergangenen Jahr waren es rund 6,7 Millionen Menschen – unser viertes Wachstumsjahr in Folge. Und zum anderen hat inzwischen mehr als die Hälfte unserer Kunden digitale Tickets, deren Kontrolle nur mit einem Lesegerät möglich ist, was mehr Zeit kostet als der Check der klassischen Papier-Tickets.“ Wenn Fahrgäste alle Türen nutzen, können die Busse schneller abfahren, kommen seltener in Verzug und alle erreichen ihr Ziel zügiger.
Stichprobenartige Fahrscheinkontrolle
Also keinerlei Fahrscheinkontrolle mehr in Bayreuths Stadtbussen? „Nein, unsere Prüf-Teams sind natürlich auch in Zukunft auf allen Linien und zu allen Tageszeiten im Einsatz und werden Stichproben durchführen“, sagt Steinmetz. Dass fast alle Bayreuther auf gültige Fahrscheine setzen, habe die Stadtwerke-Aktion „Fahr‘ fair“ im vergangenen Herbst gezeigt. Rund 5.000 Fahrgäste wurden damals kontrolliert – lediglich 90 konnten keinen gültigen Fahrschein vorweisen. Zudem gilt die neue Regelung, dass Fahrgäste an allen Türen einsteigen können, lediglich tagsüber von Montag bis Samstag. Das heißt: Abends ab 20 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen, steigen Fahrgäste weiterhin vorne ein, damit die Fahrerinnen und Fahrer die Tickets prüfen können. Neu ist jedoch, dass die Fahrgäste digitale Tickets – in Form von Chipkarten oder QR-Codes auf dem Smartphone – dann am Lesegerät neben dem Fahrersitz vorhalten müssen. Das Verfahren ist das gleiche, das viele Fahrgäste schon aus den Regionalzügen kennen: Das Lesegerät prüft das Ticket automatisch und zeigt der Fahrerin oder dem Fahrer die Gültigkeit des digitalen Tickets an.
“Den Bürgern das Busfahren einfacher machen”
„Menschen mit Rollstuhl, Rollator, Kinderwagen, Fahrrad oder großem Gepäck öffnen wir natürlich auch abends und an Sonn- und Feiertagen die zweite Tür, damit sie möglichst unkompliziert einsteigen können – daran ändert sich auch in Zukunft nichts“, betont Steinmetz. „Ich freue mich, dass wir unseren Bürgerinnen und Bürgern das Busfahren ein Stück einfacher machen können“, sagt Oberbürgermeister Thomas Ebersberger. „Mit klaren Regeln, modernen Lösungen und einem zuverlässigen Angebot entwickeln wir den Nahverkehr in Bayreuth konsequent weiter.“
Attraktive Angebote
Wem der Ticket-Kauf im Bus zu umständlich ist, dem empfehlen die Stadtwerke die digitalen Angebote. „Digitale Tickets können unsere Fahrgäste schon lange online kaufen“, sagt Rützel. „Noch einfacher macht es beispielsweise das ‚egon‘-Angebot innerhalb der VGN-App, die auch in Bayreuth genutzt werden kann.“ Mit ihr kaufen Gelegenheitsfahrgäste ihr Ticket direkt per Smartphone. Die App ermittelt automatisch den günstigsten Preis je nach Strecke und bietet eine übersichtliche Darstellung aller Fahrten. „Mit solchen digitalen Lösungen machen wir den ÖPNV kundenfreundlicher und zukunftsfähig. Es war nie einfacher, das richtige Ticket in der Tasche zu haben und damit fair mit unseren Stadtbussen unterwegs zu sein.“ Wer viel in Bayreuth unterwegs ist, aber keine 63 Euro für ein Deutschland-Ticket ausgeben möchte, dem empfehlen die Stadtwerke ein Abo, das es in der Tarifstufe D bereits ab 26,40 Euro im Monat gibt. Wer montags bis freitags erst ab 9 Uhr fährt, zahlt diesen vergünstigten Preis; am Wochenende gilt das Ticket ganztägig. Für 46,50 Euro im Monat können Fahrgäste rund um die Uhr fahren sowie abends und am Wochenende bis zu sechs weitere Personen und einen Hund kostenlos mitnehmen.








